CDMA 2000

Einer der sechs vorgeschlagenen Mobilfunkstandards für ein weltweit einheitliches 3G-System war die Technologie Code Division Multiple Access 2000, kurz CDMA2000. Das System, was auch als IS-2000 wird vor allem in Amerika und in Teilen Afrikas und Asiens eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des amerikanischen 2G-Mobilfunksystems IS-95 (CDMA), das auf die US-Firma Qualcomm zurück geht. CDMA200 ist quasi der Gegenentwurf zum europäischen UMTS-Standard. Wie UMTS verwendet auch CDMA2000 zur Datenübertragung ein Codemultiplex-Verfahren. Die Bezeichnung CDMA2000 ist ein registrierter Markenname der Telecommunications Industry Association (TIA-USA) in den USA. Trotz der Beliebtheit des 2G-Standards GSM ist IS-95 als digitale Mobilfunktechnik dominierend. Als Nachfolger der 2G-Netze wird weltweit eher CDMA2000 favorisiert und nicht, wie in Europa und Japan UMTS. CDMA2000 und UMTS gehören beide zur IMT-2000-Familie, sind aber nicht kompatibel. Für den 3G-Standard CDMA2000 ist das Industriekonsortium 3GPP2 zuständig. Über den 3G-Standard CDMA2000 sind Datenraten von bis zu 4,9 MBit/s im Download möglich. Das System unterteilt sich in mehrere Sub-Standards, die zum Teil unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten gewährleisten. Die Unterschiede ergeben sich teilweise aus der geschichtlichen Entwicklung heraus. Im wesentlichen handelt es sich bei den Sub-Standards um CDMA2000 1xRTT, CDMA2000 3xRTT, CDMA2000 EV-DO (Evolution-Data Optimized), CDMA2000 EV-DV (Evolution-Data/ Voice). Für den Betrieb von CDMA2000-Netzen sind die Frequenzbereiche von 450, 950, 1.800 und 2.100 MHz vorgesehen.