IMT 2000
IMT 2000 (ausgeschrieben: International Mobile Telecommunications - 2000) ist eine weltweite gültige Sammlung von Standards für das Mobilfunknetz der dritten Generation. Sie wurden entwickelt von der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunications Union), einer Tochterorganisation der Vereinten Nationen. An der Ausarbeitung waren Gremien wie 3GPP beteiligt, die weltweit einen Großteil aller Mobilfunknetzbetreiber, Telekommunikations-Hersteller und Regulierungsbehörden (vor allem aus Europa, den USA, China, Südkorea und Japan) organisiert. IMT 2000 soll heute den Rahmen für den weltweiten Zugang zu Mobilfunknetzen schaffen, indem es verschiedene erd- oder satellitengestützte Netzwerke miteinander verbindet. .
Ursprünglich wurde ein Übertragungsstandard auf einer Frequenz weltweit angestrebt, um Multimedia-Anwendungen mobil zu senden und zu empfangen. Dieses ehrgeizige Ziel konnte nicht erreicht werden. Trotzdem gelten die durch IMT 2000 festgelegten Standards vor allem im technischen Bereich faktisch weltweit.
Anwendungen und Geschwindigkeiten
Zu den technischen Standards gehören als Datenübertragungs-Verfahren unter anderem das in Europa verbreitete UMTS, das gleichfalls in Europa bekannte EDGE (auch unter dem Namen UWC-136 bekannt) sowie die in Amerika, Teilen von Asien und Afrika verwendete Datenübertragungstechnik CDMA2000.
Für das erdgebundenen Mobilfunknetz gehören noch zur Familie der Standards vom IMT-200 das ältere DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunications), sowie das mobile WiMAX, das im Oktober 2007 aufgenommen wurde.
Datenübertragung und Funkfrequenzen
Mit IMT 2000 wurde eine Reihe von Anforderungen festgelegt, denen die Datenübertragungstechnologien der dritten Generation des Mobilfunknetzes genügen sollen. Dazu gehören beispielsweise weltweite Nutzbarkeit und die Nutzbarkeit für alle Übertragungsmöglichkeiten per Funk wie lokale Netzwerke, Funkzellen oder Satelliten. Sowohl Datenübertragungen im Packet- wie im Circuit-switched-Modus sind dabei möglich.
Als Anwendungen sind mobile Stimm- und Datenübertragungen, Internet und Multimedia festgeschrieben. Die als Standard vorgegebenen Datenübertragungsraten sollen 144 kbit/s bei hoher Mobilität, 384 kbit/s bei geringer Mobilität uns 2 Mbit/s bei einer stationären Mobilfunknutzung im Inneren eines Gebäudes betragen.
1992 legte die Internationale Fernmeldeunion die Funkbänder von 1885 bis 2025 MHz und 2110 bis 2200 MHz als Bänder für IMT 2000 fest. Im Jahr 2000 kamen die Frequenzen von 2500 bis 2690 MHz dazu. Langfristig sollen auch die bestehenden Funkfrequenzen des Mobilfunknetzes der ersten Generation von 806 bis 960 MHz, 1429 bis 1501 MHz and 1710 bis 1885 MHz vom Mobilfunk der dritten Generation genutzt werden.
Allgemeine Aufgaben
Zu den außerhalb der Technik liegenden gesellschaftlichen Anforderungen gehört auch eine Preisgestaltung, die es einem möglichst großen Kunden- und Betreiberkreis möglich macht, die Mobilfunktechnik der dritten Generation zu nutzen. Außerdem soll die 3G-Technik eine Zeitlang neben der Mobilfunktechnik der zweiten Generation bestehen können und einen unkomplizierten Übergang von der Technik der älteren zur Technik der jüngeren Mobilfunk- Generation ermöglichen. Schließlich soll die neue Technik insgesamt leicht expandieren können und möglichst rasch und flexibel für eine immer größere Zahl von Nutzern, einen größeren und stetig wachsenden geografischen Raum sowie neue entwickelte und in der Anzahl wachsende Dienstleistungen per Mobilfunk verfügbar sein.