LTE Advanced
Die Europäische Union setzt auf die Weiterentwicklung von LTE und das neue LTE Advanced als Technologien für die in IMT Advanced genannten Entwicklungsziele. "Bereits vor 25 Jahren machte Europa den GSM-Standard zum Rückgrat des modernen Mobilfunks. Dank gemeinsamer europäischer Forschung und der Stärke des EU-Binnenmarkts wurde das GSM zu dem Standard, der heute von 80 % der weltweiten Mobilfunknetze genutzt wird. LTE dürfte ähnlich erfolgreich werden, da die von der EU geförderte Forschung nach wie vor modernste Technologien für den Alltag der Europäer hervorbringt" heißt es in einer Presseerklärung. LTE Advanced berge große Potenziale, so die EU. Außerdem setzten auch die Telekommunikatikonsunternehmen auf die LTE-Technik: "Weltweit führende Mobilfunkbetreiber und Hersteller, wie Orange, TeliaSonera, T-Mobile, AT&T, NTT-DoCoMo, Verizon, Alcatel-Lucent, Ericsson, Huawei und Nokia Siemens Networks haben sich bereits zur Nutzung des LTE-Standards verpflichtet. Marktanalysten gehen davon aus, dass die Betreiber bis 2013 weltweit nahezu 6 Mrd. Euro ($ 8,6 Mrd.) in LTE-Anlagen investieren werden." LTE Advanced ist als Ausbaustufe für LTE-Netzwerke gedacht. Unternehmen wie Nokia Siemens Networks vertreiben nach eigenen Angaben bereits schon LTE-kompatible Hardware für Mobilfunkbasisstationen. Während aber die ersten LTE-Netze in den nächsten Jahren gestartet werden, wird es bis zur praktischen Umsetzung des Gigabit-Mobilfunks bis ins nächste Jahrzehnt dauern. Die Spezifikationen für LTE-Advanced dürften vom 3rd Generation Partnership Project (3GPP) erst 2011/2012 beschlossen werden. Bis dahin beschäftigt man sich nach wie vor mit IMT Advanced. Für die auf IMT Advanced basierenden Technologien wurden von der Internationalen Fernmeldeunion bereits einzelne Anforderungen festgelegt: Die Dienste sollen kostengünstig betrieben werden, einen möglichst großen Bereich an Dienstleistungen und Anwendungen abdecken aber gleichzeitig weltweit nach möglichst einheitlichen Prinzipien funktionieren. Innerhalb des einheitlichem IMT-Gebietes sollen die einzelnen Dienstleistungen untereinander und mit den stationären Netzen kompatibel - also unter verschiedenen Bedingungen immer nutzbar - sein. Für den Kunden soll es weltweites Roaming geben, das heißt problemloses Wechseln in das Funknetz des jeweiligen lokalen Mobilfunkanbieters beim Wechseln von einem Staat in einen anderen.