WiMAX
Das Funksystem WiMAX, kurz für Worldwide Interoperability for Microwave Access umfasst alle Netzwerke nach dem IEEE-Standard 802.16. Dabei handelt es sich um eine drahtlose Breitbandtechnik für ein Metropolitan Area Network, die parallel zum Standard IEEE 802.11 für Wireless LAN entwickelt wurde. Im Unterschied zu WLAN kommt der Basisstation bei WiMAX eine zentrale Rolle zu, sie entscheidet, wer senden darf und wer nicht. Bei der Entwicklung von WiMAX wurde viel Wert auf große Übertragungsraten mit sehr kurzen Reaktionszeiten (Latenz) gelegt. Im Gegensatz zu anderen Funktechniken werden bei WiMAX die Sprachpakete bevorzugt behandelt, so dass eine sehr gute Sprachqualität möglich ist. WiMAX kann sowohl als stationäre wie auch als mobile Alternative beziehungsweise als Ergänzung zu DSL-Leitungen und UMTS-Verbindungen eingesetzt werden. Bei Labortests zeigten sich Datenraten von bis zu 108 MBit/s. Zum Vergleich: per HSDPA können derzeit Übertragungsgeschwindigkeiten von maximal 7,2 MBit/s erreicht werden. Wie bei der UMTS-Technologie auch müssen sich bei WiMAX alle beteiligten Nutzer die zur Verfügung stehende Datenrate teilen. WiMAX wird maßgeblich von dem US-amerikanischen Chip-Hersteller Intel gefördert, der auch Chips für Laptops und Telefone angekündigt hat. Die parallele Entwicklung von Basisstationen wird durch strategische Partnerschaften etwa mit Alcatel-Lucent gefördert. Anfang 2007 schlossen sich 430 Technologie-Unternehmen und Institutionen zum WiMAX-Forum zusammen. Ziel des Verbundes ist die Entwicklung einheitlicher Standards für das neue System. Während sich WiMAX in Europa bislang schwer tut, erfreut sich der Standard im südlichen Afrika immer größerer Beliebtheit. Beispielsweise wird die WiMAX-Technik unter dem Namen iBurst seit einigen Jahren in Südafrika vertrieben. IBurst kann inzwischen in den meisten südafrikanischen Städten empfangen werden und bietet eine preiswerte Anbindung an das Breitband-Internet. Die Performance kann laut Anbieter bis zu 1 MBit/s im Download erreichen.